IT-Projektmanagement – Schnittstellen schlank und schnell definieren

2019-07-07 von admin

Innerhalb von Softwareprojekten gibt es regelmäßig die Anforderung, Schnittstellen zu implementieren. Über diese werden Daten ausgetauscht und meistens führt die Umsetzung zu einem Mehrwert aller beteiligten Systeme.

Da es eine schier „unbegrenzte“ Anzahl an Möglichkeiten gibt, Schnittellen technisch umzusetzen, ist eine strukturierte Vorgehensweise essentiell. Dadurch sind Kosten und Zeit im vorgegebenen Rahmen einhaltbar. Weiterhin wird bei allen Beteiligten ein beiderseitiges Verständnis und Nachhaltigkeit (Dokumentation) aufgebaut.

Für die Durchführung eines Schnittstellentermins ist eine Klärung von verschiedenen Fragestellungen empfehlenswert, dadurch wird sehr viel Zeit eingespart.

Die hier abgebildeten Themen, Aufgaben und Fragestellungen werden unter der Bezeichnung: MW-PM-INTERFACE:2019 zusammengefasst.

 

Nummer Thema Aufgaben
MW-PW-I-1 Ansprechpartner
  • Klärung der relevanten Ansprechpartner für die Schnittstellen
  • Klärung der Rollen (Stakeholder, IT-Architekt, Projektleiter, Entwickler, Support, DevOp, …)
  • Klärung der Verfügbarkeit der Ansprechpartner
  • Dokumentation der Kontaktdaten, Rollen, Verfügbarkeiten
MW-PW-I-2 Datenart
  • Welche Art von Daten sollen übertragen werden (personenbezogene Daten, Metadaten, Business Daten, …)?
  • Sind rechtliche Aspekte zu berücksichtigen (DSGVO, BDSG, Aufbewahrungsfristen, …)?
MW-PW-I-3 Datenformat
  • Welches Datenformat liegt vor (XML, CSV, JSON, Binär, …)?
MW-PW-I-4 Datenvolumen
  • Welche Menge an Daten soll übertragen werden?
MW-PW-I-5 Datenfluss
  • Von wo nach wo sind die Daten zu transportieren (Datenquelle, Datensenke)?
MW-PW-I-6 Frequenz
  • In welchem Intervall sollen die Daten übertragen werden?
  • Ist die zu erwartende Last für die Datenquelle und Datensenke potenziell realisierbar?
  • Gibt es hinsichtlich des Zugriffs auf die Schnittstelle definierte Zeitfenster (Wartung, max. Nutzungszeiten, …)?
MW-PW-I-7 Per­sis­tenz
  • Sollen die abgerufenen Daten in der Datensenke persistiert werden?
  • Soll eine Synchronisation (uni-, bi-direktional) stattfinden?
MW-PW-I-8 Technologie
  • Welche Technologien werden bei der Schnittstelle (Datenquelle, Datensenke) verwendet (SOAP, REST, GraphQL, Java, ASP, DB,  …)?
MW-PW-I-9 Authentisierung
  • Wie wird die Authentisierung umgesetzt (SSO, OAuth, Datenbankzugriff, …)?
MW-PW-I-10 Autorisierung
  • Welche Rechte werden für den Zugriff benötigt?
  • Wer oder was vergibt die Rechte?
MW-PW-I-11 Projektplanung
  • Welche Teile der Schnittstellenentwicklung sollen zu erst realisiert werden (Prioritäten)?
MW-PW-I-12 Support
  • Welche Supportfenster gibt es für Datenquelle und Datensenke?
  • Welche Informationsketten, Prozesse sind einzuhalten (ITIL, …)?

 

Die hier dargestellten Informationen sind ein Auszug aus dem Mario Wolf project management framework (MW-PM-FRAMEWORK). Mehr Informationen folgen. :)

 

Glossar

MW – Mario Wolf

PM – Project Management

Kategorie: Management

Rezension: Kenne deinen Feind

2019-06-28 von admin

Autor: Cyrus Peikari, Anton Chuvakin

Taschenbuch: 602 Seiten

Verlag: O’Reilly Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 1 (1. Juli 2004)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3897213761

ISBN-13: 978-3897213760

Das Buch ist etwas in die Jahre gekommen und trotz alledem ist der Inhalt noch aktuell. Es richtet sich an Personen mit einem starken Interesse zum Thema IT-Security. Es wird ein querschnittlicher Überblick über verschiedene Angriffs- und Abwehrtechniken vorgestellt. Bei einigen Kapiteln geht es dabei recht schnell in’s Detail.

Ohne Vorkenntnisse in dem Bereich wird es für Einsteiger aber schwierig.

Kapitelübersicht

  • Grundlagen Assembler
  • Windows, Linux, Windows CE Reverse Engineering
  • Überlauf Attacken
  • Netzwerk Angriffe
  • Social Engineering
  • Reconnaissance
  • Fingerprinting
  • Unix/Windows Angriffe und Verteidigung
  • SQL-Injection
  • WLAN
  • IDS
  • Honeypots
  • Incident Response
  • Forensik

 

Anhand der sehr vielen unterschiedlichen Themen im Verhältnis zur Seitenanzahl (602 Seiten) wird schnell ersichtlich, dass es sich um einen Überflug der Themen handelt. Das Buch wird damit  seinem Titel „Kenne deinen Feind“ gerecht.

 

Wertung: gut

Kategorie: Bücher Schlagwörter: ,

Ubuntu 18.04: ACER Swift 1 (SF114-32-P31S) – Ubuntu installation

2019-06-20 von admin

Der Laptop wird standardmäßig mit Windows 10 Home ausgeliefert. Unter Windows wurde als erstes das BIOS geupdatet.

 

1. BIOS Updaten

Dafür auf der Hersteller Website den aktuellsten BIOS Treiber herunterladen.
URL: https://www.acer.com/ac/en/US/content/support-product/7211?b=1

 

Nach abgeschlossenem Download die Datei als Administrator ausführen und den Anweisungen folgen.

 

2. USB Stick mit Ubuntu erstellen

Als nächstes wurde, ebenfalls noch unter Windows, ein bootfähiger USB Stick mit Ubuntu 18.04.2 LTS erstellt. Das ISO Image kann unter https://www.ubuntu.com/download/desktop bezogen werden. Jetzt noch die Software Rufus von https://rufus.ie herunterladen. Danach mit Rufus einen bootfähigen USB Stick mit Ubuntu erstellen.

In der Oberfläche die gewünschten Einstellungen setzen und den Schreibvorgang starten.

 

3. BIOS Einstellungen setzen

Den USB-Stick ausstecken und den Rechner neu starten. Beim Startvorgang die Taste „F2“ gedrückt halten, um in das BIOS zu gelangen. Im BIOS können einige Werte erst gesetzt werden, wenn ein Passwort für den Super User vergeben wurde. Deshalb unter „Security – Set Supervisor Password“ ein Passwort vergeben und danach die Einstellungen:

  • „Boot – Secure Boot“ auf „Disabled“
  • „Main – Function key behavior“ auf „Function Key“
  • „Main – Touchpad“ auf „Basic“

setzen. Den USB Stick einstecken und das BIOS über „Exit – Exit Saving Changes“ verlassen.

 

4. Installation Ubuntu

Jetzt gilt es, einfach den Anweisungen des Ubuntu Installers zu folgen.

 

Auswertung

Es laufen alle Funktionen vom Laptop out of the box, wenn die BIOS Einstellungen wie beschrieben gesetzt sind. Was nicht getetstet wurde, ist der Fingerabdrucksensor.

 

Kategorie: IT

Ubuntu 18.04: Krusader Icons tauschen

2019-06-15 von admin

Der Dateimanager Krusader stellt unter Ubuntu 18.04 ein paar Icons nicht korrekt dar. Um das Problem zu lösen, sind folgende Schritte notwendig:

1. Download Icon Package

Download der Datei breeze-icon-theme-rcc_5.54.0-1_all.deb

2. Entpacken der Icons

Anlegen eines temporären Ordners „tmp“.

mkdir tmp

Mit dem Tool „dpkg-deb“ die Datei „breeze-icon-theme-rcc_5.54.0-1_all.deb“ in den Ordner „tmp“ entpacken.

dpkg-deb -R original.deb tmp

3. Icondatei verschieben

In den Ordner „tmp/usr/share/icons/breeze/“ wechseln und die Datei „breeze-icons.rcc“ umbenennen nach „icontheme.rcc“.

Danach die Datei „icontheme.rcc“ nach „~/.local/share/krusader/icontheme.rcc“ verschieben.

4. Restart Krusader

Die Software Krusader neustarten und die neuen Icons bewundern. :)

5. Aufräumen

Der Ordner tmp und die Datei „breeze-icon-theme-rcc_5.54.0-1_all.deb“ löschen.

Kategorie: IT

Ubuntu 18.04: Eclipse IDE installieren

2019-06-12 von admin

Eine kurze Anleitung, um Eclipse unter Ubuntu 18.04 zu installieren.

1. Java Version prüfen

java -version

Ausgabe

openjdk version "11.0.3" 2019-04-16

2. Download der letzten Version von Eclipse IDE

Auf der Seite eclipse.org/downloads/packages/ das gewünschte Paket von Eclipse wählen und herunterladen.

3. Entpacken

Entpacken des Eclipse Pakets in das gewünschte Zielverzeichnins (Bsp. /usr/).

sudo tar -zxvf eclipse-jee-2019-03-R-linux-gtk-x86_64.tar.gz -C /usr/

4. Symlink

Erstellen eines Symlinks für Eclipse, damit alle User die Software verwenden können.

sudo ln -s /usr/eclipse/eclipse /usr/bin/eclipse

5. Starten von Eclipse

Auf der Kommandozeile den Befehl „eclipse“ eingeben und die IDE wird gestartet.

eclipse

6. Menüeintrag anlegen

Unter „Anwendungen – Systemwerkzeuge – Einstellungen – Hauptmenü“ einen Menüeintrag „Neuer Eintrag“ hinzufügen.

Daraufhin den Namen und das Kommando „eclipse“ einfügen. Um das Icon zu tauschen, auf dieses Klicken und zum Pfad „/usr/eclipse/icon.xpm“ navigieren.

Kategorie: IT

Ubuntu 18.04: Reduzieren der Titelleistenhöhe

2019-06-08 von admin

Früher waren die Titelleisten für Fenster viel dünner als unter Ubuntu 18.04. Abhilfe schafft folgende Anleitung:

1. Datei anlegen

Unter dem folgenden Pfad die Datei „gtk.css“ erstellen:

~/.config/gtk-3.0/gtk.css

2. Inhalt einfügen

Den folgenden Inhalt in die Datei einfügen:

.header-bar.default-decoration {
	padding-top: 3px;
	padding-bottom: 3px;
	font-size: 0.8em;
}
.header-bar.default-decoration .button.titlebutton {
	padding: 0px;
}
window.ssd headerbar.titlebar {
	padding-top: 4px;
	padding-bottom: 4px;
	min-height: 0;
}
window.ssd headerbar.titlebar button.titlebutton {
	padding: 0px;
	min-height: 0;
	min-width: 0;
}

3. Neustart

Das System neu starten.

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Ubuntu 18.04: startet sehr langsam

2019-06-05 von admin

Nach der Installation eines frischen Ubuntu 18.04 benötigt der Bootvorgang plötzlich sehr viel Zeit und ist sehr langsam. Für eine Analyse kann das Tool „systemd-analyze“ eingesetzt werden. Dieser wird bei „systemd“ mitgeliefert. Systemd ist ein Daemon, der das System startet und managt.

systemd-analyze plot > analyze_boot_time.svg

Der Tool „systemd-analyse“ erstellt eine SVG-Grafik, in der angegeben ist, welche Systemdienste zu welcher Zeit gestartet wurden. Die SVG Datei kann mit einem Browser geöffnet werden.

Analyse

Nach kurzer Suche, weiter unten in dem Bild, ist das verantwortliche Programm für das langsame Booten identifiziert (apt-daily.service).

Der Service „apt-daily.service“ ist für das Laden von Updates verantwortlich. Dies ist an sich kein Problem, doch der Service sollte erst nach dem vollständigen Bootvorgang laufen. Weiterhin wäre es wünschenswert, wenn der Service nicht gleich nach dem Login Systemressourcen verbraucht, weil Updates installiert werden…

Abhilfe

Mit dem folgenden Befehl kann die Konfiguration des Service geändert werden:

sudo systemctl edit apt-daily.timer

Die nachfolgenden Zeilen in die Datei einfügen und speichern.

# override apt-daily timer configuration
[Timer]
OnBootSec=15min
OnUnitActiveSec=1d
AccuracySec=1h
RandomizedDelaySec=30min

Durch die Konfiguration wird der Timer geändert und die Ausführung erfolgt anhand der gesetzten Parameter.

Parameter Beschreibung
OnBootSec=15min Ausführung nach 15 min. nach dem Bootvorgang
OnUnitActiveSec=1d Ausführung einmal täglich
AccuracySec=1h Startet den Prozess innerhalb einer Stunde
RandomizedDelaySec=30min Fügt eine zufällige Verzögerung von bis zu 30 Minuten hinzu

 

Quellen

https://askubuntu.com/questions/800479/ubuntu-16-04-slow-boot-apt-daily-service
https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/apt/+bug/1615482

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