Linux: Text Manipulation auf der Kommandozeile

2018-10-10 von admin

Auf der Kommandozeile kann es von Zeit zu Zeit sehr hilfreich sein, Textmanipulationen vorzunehmen. Dafür können verschiedene Befehle zur Unterstützung verwendet werden. Anhand einer beispielhaften CSV-Datei werden einige Kommandos vorgestellt.. Die Datei beinhaltet die folgenden Daten:

 

cut

Mit dem Befehl „cut“ können Texte mit Hilfe der Angabe eines Trennzeichens abgeschnitten werden.

Parameter Beschreibung
delimiter Trennzeichen
field number Feldnummer
filename Dateiname

 

Mit dem Parameter „-d“ und dem „,“ wird das Komma als Trennzeichen festgelegt. Mit dem Parameter „-f3“ wird die dritte Spalte für die Ausgabe angegeben.

Die Ausgabe stellt sich wie folgt dar:

 

awk

Wenn das Trennzeichen unbekannt ist, kann der Befehl „awk“ verwendet werden. Mit „cat“ wird die Datei ausgegeben und mit der Pipe („|“) wird die Ausgabe zum Befehl „awk“ umgeleitet. Dabei wird der Parameter „{print $2}“ an „awk“ übergeben, was dazu führt, dass die zweite Spalte der CSV-Datei ausgegeben wird.

Die Ausgabe zeigt die zweite Spalte der CSV-Datei an.

Der Befehl „awk“ ist in Kombination mit anderen Befehlen sehr hilfreich. Z.B. mit dem Kommando „df“:

 

sed

Mit „sed“ können Texttransformationen durchgeführt werden (Ersetzen, Löschen, Ausgeben, Einfügen).

Parameter Beschreibung
s Der Parameter s steht für substitute und ändert alle Angaben (regulärer Ausdruck) in einen neuen Wert.
regex An dieser Stelle kann ein Wort oder ein regulärer Ausdruck gesetzt werden.
replacement Hier wird das zu ersetzende Zeichen oder Wort angegeben.
flag Mit dem Flag kann die Gültigkeit des Befehls eingeschränkt werden. Mit dem Buchstaben „g“ (global) wird der Befehl auf den gesamten Inhalt angewendet.

 

Bei der Ausgabe wurden alle Zahlen „18“ durch die Zahl „19“ ersetzt.

 

 

Kategorie: IT

Rezension: Zero to One

2018-10-03 von admin

Autor: Peter Thiel, Blake Masters

Taschenbuch: 200 Seiten

Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (16. September 2014)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3593501600

ISBN-13: 978-3593501604

Das Buch „Zero to One“ wurde von Peter Thiel, einem der Gründer von PayPal, verfasst. Das Buch beschreibt Thiels Herangehensweise und Strategie für die Gründung eines Unternehmens. Eine Anleitung stellt das Buch jedoch nicht dar. Vielmehr werden Fragen aufgezeigt, die es zu beantworten gilt. Klassische Ansätze werden anhand von realen Beispielen beschrieben und hinterfragt. Die Nachhaltigkeit für einen langfristigen Erfolg einer Unternehmung wird ebenfalls an mehreren Beispielen veranschaulicht.

 

Kapitelübersicht

  • Vorwort
  • Die Zukunft als Aufgabe
  • Party Like It’s 1999
  • Alle glücklichen Unternehmen sind einmalig
  • Die Ideologie des Wettbewerbs
  • Die Letzten werden die Ersten sein
  • Das Leben ist kein Glücksspiel
  • Die Spur des Geldes
  • Geheimnisse
  • Grundlagen
  • Mafiamethoden
  • Wo bleiben die Kunden?
  • Mensch Maschine
  • Nationalfarbe Grün
  • Das Gründerparadox
  • Ausblick: Stagnation oder Singularität
  • Danksagung

 

Der flüssige Schreibstil und die inspirierenden Gedankengänge beschleunigen das Lesen enorm.

 

Wertung: lesenswert

Kategorie: Bücher Schlagwörter: ,

Linux: Archiv-Dateiformate (Packen und Entpacken)

2018-09-09 von admin

Es existieren verschiedene Formate zum Packen und Entpacken von Dateien. Die einfache Verwendung von Tools zum Packen und Entpacken der verschiedenen Archive unter Linux werden im folgenden kurz beschrieben.

 

ZIP

Mit dem ZIP-Dateiformat können Dateien oder ganze Verzeichnisbäume komprimiert werden. Die Abkürzung „ZIP“ steht für zipper (englisch „Reißverschluss“).

Befehl zum Packen mehrerer Dateien:

Befehl zum Entpacken:

 

Wenn auch Ordner in das Archiv aufgenommen werden sollen, ist das mit dem Parameter „r“ möglich.

 

bzip2

Das Komprimierungsprogramm bzip2 kann ebenfalls zum Packen von Dateien verwendet werden.

Befehl zum Packen mehrerer Dateien:

Befehl zum Entpacken:

 

gz/gzip

Das Kompressionsprogramm gzip steht für GNU zip.

Befehl zum Packen mehrerer Dateien:

Befehl zum Entpacken:

 

RAR

Der Name steht für Roshal ARchive.

Befehl zum Packen mehrerer Dateien:

Befehl zum Entpacken:

 

TAR

Der Name „TAR“ steht für tape archiver (Bandarchivierer). Ursprünglich wurde das Programm für die Sicherung von Daten auf Bandlaufwerken verwendet. Bei einem tar-Archiv werden die Daten nicht komprimiert, dafür muss ein zusätzliches Programm verwendet werden.

Befehl zum Packen mehrerer Dateien:

Befehl zum Entpacken:

 

Parameter Beschreibung
x extract – Entpackt ein Archiv
c create – Erstellt ein neues Archiv
f file – Dateiname oder Laufwerk
v verbose – zeigt während des Vorgangs die Dateinamen an

 

Mit einer Zusatzoption ist es möglich, auch tar-Archive zu komprimieren. Meist wird dafür gzip verwendet.

Befehl zum Packen mehrerer Dateien und komprimieren:

Befehl zum Entpacken:

 

Alternativ kann auch bzip2 verwendet werden. Befehl zum Packen mehrerer Dateien und komprimieren:

Befehl zum Entpacken:

 

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Microsoft PowerPoint Schreibschutz Passwort entfernen

2018-09-01 von admin

Für das hier gezeigte Beispiel wurde Microsoft PowerPoint 2013 verwendet. Mit einer neueren Office Version funktioniert die folgende Anleitung ebenso:

 

Vorbereitung

Als erstes eine PowerPoint Datei erstellen. Daraufhin im Menü „Datei – Speichern unter“ wählen. In dem Dialog gibt es die Option „Tools“.

 

Hier die  „Allgemeine Optionen…“ wählen. Daraufhin öffnet sich ein weiteres Dialog-Fenster. In diesem kann jetzt das Schreibschutzpasswort vergeben werden.

Nach der Vergabe eines Passworts die Datei speichern und schließen. Zum Test die Datei öffnen und die Kennwortabfrage erscheint.

 

Passwortschutz entfernen

Als nächstes wird die Datei „Geheim.pptx“ nach „Geheim.zip“ umbenannt. Daraufhin die Datei mit einem ZIP-Programm öffnen und in den Ordner „ppt“ navigieren.

Hier die Datei „presentation.xml“ mit einem Editor öffnen.

In der Datei nach dem Tag „<p:modifyVerifier crytProviderType …“ suchen, entfernen und speichern. Danach die Dateiendung in „pptx“ umbenennen.

Beim Öffnen der PowerPoint Datei kann eine Fehlermeldung erscheinen, diese einfach ignorieren (Reparieren) und siehe da,  beim Öffnen wird kein Passwort mehr eingefordert.

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Rezension: Der Börse einen Schritt voraus

2018-08-26 von admin

Autor: Peter Lynch

Taschenbuch: 384 Seiten

Verlag: Börsenbuchverlag; Auflage: 1 (20. November 2017)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3864705657

ISBN-13: 978-3864705656

Peter Lynch ist einer der erfolgreichsten Investoren seiner Zeit. In dem Buch erzählt er seine Geschichte als Fondmanager.  Dabei beschreibt er seine Strategien anhand anschaulicher Beispiele. Der Inhalt unterteilt sich in die Kapitel:

  • Einführung
  • Der Weg zum Aktienprofi
  • Die doppelzüngigen Börsenprofis
  • Sind Aktien ein Glücksspiel?
  • Haben Sie das Zeug zum Börsianer?
  • Ist der Markt gerade günstig?
  • Auf der Pirsch nach dem Tenbagger
  • Ich hab’s, ich hab’s, was ist es?
  • Die ideale Aktie – was für ein Geschäft!
  • Aktien, die ich meiden würde
  • Gewinne, Gewinne und noch mal Gewinne
  • Die 2-Minuten-Übung
  • Wie Sie an die Fakten kommen
  • Die wichtigsten Kennzahlen
  • Bleiben Sie am Ball
  • Zum Schluss eine Checkliste
  • Das Gestalten eines Depots
  • Der beste Zeitpunkt für den Kauf und Verkauf
  • Die zwölf dümmsten Dinge, die Leute über Aktienkurse sagen
  • Optionen, Terminkontrakte und Leerverkäufe
  • Auch 50.000 Franzosen können sich irren
  • Alles im Griff

 

Die Aufteilung von Aktien in die Kategorien: Nicht-Zykliker (slow grower, average grower, fast grower), Zykliker (typische Zykliker, Turnaround) und Asses-Play helfen dabei, Unternehmen und deren Marktsituationen besser einzuschätzen. Besonders gelungen ist der Abschluss, hier wird nochmal eindringlich erläutert, auf welche Meinungen/Gerüchte man besser nicht eingehen sollte.

 

Wertung: lesenswert

Kategorie: Bücher Schlagwörter: ,

Linux Datei Rechte

2018-08-18 von admin

Unter Linux, genau wie unter Windows, können je Datei oder Ordner Rechte vergeben werden. Die vergebenen Rechte beeinflussen den Zugriff auf die entsprechenden Dateien und Verzeichnisse.

Mit dem Befehl „ls -l“ kann man sich die Rechte anzeigen lassen:

Folgende Ausgabe erscheint auf der Konsole:

 

Beschreibung

Position 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
Ausgabe r w x r w r 42 owner group Aug 11 13:37 file.sh
Beschreibung Typ Eigentümer Gruppe Sonstiges Größe (KB) Eigentümer Gruppe Änderungszeit Dateiname

 

Dateisystem Typen

Die Position „1“ zeigt an, um welchen Typen es sich handelt.

 

Typ Bezeichnung Beschreibung
d Directory Dieser Buchstabe steht für ein Verzeichnis/Ordner.
File Der Bindestrich steht für eine Datei.
l Symbolic link Bei einem Link handelt es sich um Verknüpfung zu einer Datei oder einem Verzeichnis.
c Character Device Dies ist eine zeichenorientierte Gerätedatei, welche unter /dev zu finden ist.
b Block Device Dies ist eine blockorientierte Gerätedatei, welche unter /dev zu finden ist.
s Socket Dies ist ein sog. Unix Domain Socket, wird für die Interprozess-Kommunikation verwendet.
p Pipe Alles was ein Programm in die Pipe schreibt, kann von einem anderen Programm ausgelesen werden.

 

Attribute

Die Positionen „2“ bis „10“ zeigen an, welche Rechte auf dem Ordner oder der Datei vergeben sind. Dabei wird zwischen folgenden Rechten unterschieden:

Zeichen Beschreibung
Eigentümer User welchem die Datei gehört
Gruppe User die  Mitglied in dieser Gruppe sind
Sonstiges Alle anderen User

 

Die folgende Tabelle erläutert die Bedeutung der einzelnen Buchstaben:

Zeichen Bedeutung Beschreibung
r read Erlaubt den lesenden Zugriff
w write Erlaubt schreibenden Zugriff
x execute Erlaubt das Ausführen einer Datei

 

Sonderrechte

Statt dem „x“ besteht die Möglichkeit, zusätzliche Rechte zu vergeben.

Zeichen Beschreibung
t Wird das „Sticky-Bit“ auf einem Verzeichnis angewendet, so dürfen die darin erstellten Dateien oder Verzeichnisse nur vom Dateibesitzer gelöscht oder umbenannt werden.
s Das „SUID-Bit“ Recht („Set User ID“) schränkt das Ausführungsrecht eines Programms dahingehend ein, dass das Programm mit den Rechten des Dateibesitzers ausgeführt wird (Position 4).
Das „SGID-Bit“ Recht („Set Group ID“) schränkt das Ausführungsrecht eines Programms dahingehend ein, dass das Programm mit den Rechten der Dateigruppe läuft (Position 7).
Zusätzlich wird bei einem Ordner die Gruppe an alle Unterordner und Dateien vererbt, die in diesem Ordner neu erstellt werden.

 

Rechte vergeben

Die Rechte auf ein Verzeichnis oder für eine Datei können mit dem Befehl „chmod“ vergeben werden.

Symbol Rechte Oktal Binär
rwx Lesen Schreiben Ausführen 7 111
rw- Lesen Schreiben 6 110
r-x Ausführen 5 101
r– Lesen 4 100
-wx Schreiben Ausführen 3 011
-w- Schreiben 2 010
–x Ausführen 1 001
0 000

 

Um die identischen Rechte wie in unserem Beispiel zu vergeben, lautet der Befehl:

Die führende Null kann dabei entfallen (0764  = 764) und führt zum identischen Ergebnis.

Position 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Recht r w x r w r
Wert in Oktal 7 6 4

 

Für die Vergabe der Sonderrechte wird die erste Stelle verwendet und die führende Null entsprechend belegt.

Recht Wert
SUID-Bit 4
SGID-Bit 2
Sticky-Bit 1

 

Eine Kombination der Sonderrechte wird durch Addition der Werte erreicht.

Kategorie: IT